![]() |
Lexikon > Teil 56Der MotorblockDas feste Fundament eines Verbrennungsmotors ist der Motorblock. Der Kurbelbetrieb eines Motors erfordert eine solide Lagerung, damit die Kolbenkräfte kompensiert werden und nicht die Kurbelwelle verbiegen. Er wird in der Regel in einem Stück gegossen und besteht aus Gusseisen, Sphäroguss oder Leitmetall. Bei mittleren und großen Motoren wird der Motorblock meist aus zwei oder auch mehreren Gussteilen getrennt gefertigt und mit Dehnschrauben verschraubt. Es ist das größte Einzelteil eines Motors. Er besteht aus dem Kurbelgehäuse, den Zylindern und bei wassergekühlten Motoren aus dem Wassermantel. Dieser Verbund wird auch Kurbelgehäuse genannt.Zu den Hauptaufgaben eines Motorblocks zählen:
Der Motorblock unterliegt einer Vielzahl an Beanspruchungen, wie beispielsweise Massenmomenten oder Torsionsmomenten. In der Umgangssprache wird der gesamte Verbrennungsmotor eines Fahrzeugs als „Motorblock“ bezeichnet, wobei hier Kurbelwelle, Kolben, Pleuel, alle Lager und der Zylinderkopf miteinbezogen werden. Richtig müsste dies jedoch „Rumpfmotor“ genannt werden. Der Motorblock schafft die Verbindung zwischen Kurbelwellenlagerung und Zylindern. Unter dem Block ist lediglich die Ölwanne montiert. Dazu gehört die untere Lagerung der Kurbelwelle mit den einzelnen Lagerdeckeln und deren Lagerschalen. Ein Motorblock ist erst vollständig, wenn er die Kurbelwelle und die Zylinder enthält. Bei wassergekühlten Boxermotoren besteht der Motorblock aus der rechten und der linken Gehäusehälfte und den jeweiligen Zylinderblöcke. Bei luftgekühlten Motoren gibt es den Motorblock im eigentlichen Sinne nicht, da an das Kurbelgehäuse die luftgekühlten Zylinder einzeln angesteckt und über den Zylinderkopf mit dem Rumpfmotor verbunden werden.
|
|