![]() |
Lexikon > Teil 78ServolenkungAus Komfortgründen und um Lenkradkräfte beim Lenken eines Fahrzeugs zu reduzieren, werden heute nahezu alle Fahrzeuge mit einer Servolenkung ausgestattet. Sie soll den Fahrer beim Lenken unterstützen, indem die vom Fahrer aufgebrachte Kraft verstärkt wird.Hydraulische ServolenkungEine hydraulischen Hilfskraftlenkung arbeitet mit einer Torsionsfeder mit hoher Steifigkeit. Weitere Bestandteile sind die Pumpe, die vom Motor angetrieben wird, der Ölvorratsbehälter, das Servoventil, Hydraulikzylinder und Druckleitungen.Die Torsionsfeder wird beim Drehen des Lenkrads ausgelenkt und gibt Ventilöffnungen frei, wodurch der Strom der Hydraulikflüssigkeit freigegeben wird, der die Bewegung verstärkt. Somit reduziert sich der Widerstand im Lager der Torsionsfeder, so dass der Ventilquerschnitt am oberen Ende wieder reduziert wird. Das System reguliert sich von selbst. Bei komplexeren Servolenkungen arbeitet das System geschwindigkeitsabhängig. Das bedeutet, dass die hydraulische Hilfskraft mit steigender Geschwindigkeit abnimmt. Elektronisch gesteuerte ServolenkungBei einer elektronisch gesteuerten Lenkunterstützung wird die Betätigungskraft von der Fahrgeschwindigkeit beeinflusst. Das Steuergerät erhält vom Tachometer das Geschwindigkeitssignal und beeinflusst über einen elektrohydraulischen Wandler die Steuerkolben im Lenkgetriebe. Bei niedrigen Geschwindigkeiten, sowie im Stand sind nur geringe Kräfte zur Lenkung erforderlich. Nimmt die Geschwindigkeit zu, wird die Lenkung schwergängiger und vermittelt so einen besseren Fahrbahnkontakt.Selbst bei einem Ausfall der Servounterstützung bleibt das Fahrzeug durch eine mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Lenkgestänge lenkbar, wenn auch nur mit sehr viel höheren Lenkkräften. Manche Fahrzeuge, die auf Grund ihrer Masse sehr schwer zu lenken sind, haben daher Servopumpen, um einen Totalausfall der Servolenkung zu vermeiden.
|
|