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Lexikon > Teil 77Schwungscheibe/SchwungradEine Schwungscheibe gleicht ungleichmäßige Krafteinwirkung während eines Arbeitstaktes aus. Sie wird auch Schwungrad genannt und ist beispielsweise auf Kurbelwellen montiert. Während der Bewegung wird Energie gespeichert und in den Leertakten wieder abgegeben. Auf Grund der Trägheit der Massen entsteht so eine gleichmäßige Drehbewegung und die Kurbelwelle dreht sich deshalb mit nahezu gleicher Umfangsgeschwindigkeit.Bei Motoren mit mehreren Zylindern ist das Schwungrad meist kleiner und leichter, da der Abstand zwischen den Arbeitstakten geringer ist. Kleine Schwungräder haben den Vorteil, dass sie ein höheres Beschleunigungsvermögen besitzen. Die Schwungscheibe wird aus Stahl oder Gusseisen gefertigt. Sie wird an die Kurbelwelle angeflanscht und muss gegen Verdrehen durch Stifte gesichert werden. Die Kurbelwelle wird zusammen mit dem Schwungrad ausgewuchtet. Der Massenausgleich erfolgt durch Bohrungen in der Schwungscheibe. Beim Betrieb eines Motors treten ungleichmäßige Drehmomente an der Kurbelwelle und an der Schwungscheibe auf. Es entstehen sogenannte Drehschwingungen, die sich über die Kupplung auf das Getriebe und den Antriebsstrang übertragen können. Dadurch besteht eine hohe mechanische Belastung für das gesamte Getriebe. Eine Schwungscheibe hat die wichtige Aufgabe, diese Drehschwingungen aufzunehmen und zu dämpfen.
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