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Lexikon > Teil 84StößelDie Stößel habe die Aufgabe, bei Ottomotoren und Dieselmotoren einen automatischen Ausgleich des Ventilspiels hydraulisch zu bewirken. Sie übertragen die Drehbewegungen der Nocken als Hubbewegungen an die Ventile. Die Hubbewegung der Stößel wird direkt oder über Stoßstangen und Kipphebel auf die Ventile übertragen.Aufbau und Funktion eines StößelsIn alten Motoren musste das Ventilspiel früher manuell durch Stellschrauben, Einstellscheiben oder Plättchen nachgestellt werden. Stößel haben diese Aufgaben übernommen, so dass kein Prüfen und Nachstellen des Spiels mehr notwendig ist. Dadurch lassen sich Wartungskosten senken. Die Ventile arbeiten somit fast spielfrei, was sich positiv auf die Laufruhe des Motors und dessen Wirkungsgrad auswirkt. Darüber hinaus wird der Verschleiß gemindert.Bei Stößeln wird unterschieden nach Form der Druckfläche, also Tellerstößel, Pilzstößel und Rollenstößel oder nach Form des Stößels (Tassenstößel). Da zwischen den Nocken und den Stößeln Gleitreibung besteht, werden die Stößel außermittig angeordnet. Um eine gleichmäßige und geringe Abnutzung der Berührflächen zu erreichen, wird der Stößel gedreht. Hydraulische Ventilspielausgleicher und Hydrostößel gleichen die temperaturabhängige Längenänderung des Ventils aus. Ein Nachstellen des Ventilspiels ist nicht notwendig. Es ist wichtig, dass bei Motoren mit hydraulischen Stößeln die vorgeschriebene Spezifikation und Viskosität des Motoröls genau beachtet wird. Andernfalls könnten Störungen in der Ventilsteuerung auftreten, was zur Beschädigung des Motors führen könnte. Wird ein Motor längere Zeit nicht in Betrieb genommen, können typische Klappergeräusche auftreten. Dies kommt daher, da die Stößel nicht vollständig mit Öl gefüllt sind. Sobald die Stößel wieder gefüllt sind, sollten die Geräusche verschwinden.
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