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Lexikon > Teil 72ScheibenbremseEine Scheibenbremse wandelt die kinetische Energie, die direkt an einer Drehachse abgenommen wird, in Wärme um. Sie bremst eine Bewegung oder reduziert eine Drehzahl und ist kraftschlüssig mit dem Rad verbunden. Wird vom Fahrer die Bremse betätigt, drücken zwei Bremsbeläge von beiden Seiten gegen die Bremsscheibe. Diese sind im Bremssattel angebracht, der die Bremsscheibe umspannt.Eine Scheibenbremse wird grundsätzlich in Teilscheibenbremsen und Vollscheibenbremsen unter-schieden. Bei der Teilscheibenbremse wird nur ein Teil der Scheibe als Reibfläche genutzt, während bei Vollscheibenbremsen die ganze Scheibe in Anspruch genommen wird. Bei Kraftfahrzeugen wer-den hauptsächlich Teilscheibenbremsen eingesetzt. Einsatz und Funktion einer ScheibenbremseScheibenbremsen werden sehr häufig in Fahrzeugen wie Personenkraftwagen und Lastkraftwagen verwendet. Aber auch bei der Eisenbahn oder bei Maschinen und Anlagen. Bei einer Scheibenbremse ist der Bremssattel mit der Radaufhängung verschraubt und enthält die Zylinder mit dem Kolben, die die Bremsbeläge gegen die Bremsscheibe drücken. Zum Schutz vor Schmutz und Wasser sind die Zylinder mit Schutzkappen abgedichtet. Ein Dichtring verhindert den Austritt der Bremsflüssigkeit und bewirkt die Rückstellung des Kolbens nach dem Bremsen.Die Wirkung einer Bremse ist abhängig vom Reibwert und der Anpresskraft zwischen Bremsbeläge und Bremsscheiben. Im Gegensatz zu Trommelbremsen kann bei einer Scheibenbremse der Effekt der Selbstverstärkung oder Selbstschwächung der Bremskraft nur bedingt auftreten. Vielmehr sind bei Scheibenbremsen größere Betätigungskräfte durch größere Kolbendurchmesser erforderlich. Ein Bremskraftverstärker kann die Bremswirkung einer Scheibenbremse positiv beeinflussen.
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