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Zylinderkopfdichtung
Die Zylinderkopfdichtung ist in nahe zu jedem Verbrennungsmotor zwischen Zylinderkopf und Kurbelgehäuse eingebaut. Aufgabe der Zylinderkopfdichtung ist es, den Verbrennungsraum gasdicht nach außen abzuschließen sowie die Kühlflüssigkeits- und Ölkanäle gegenseitig und nach außen abzudichten. Außerdem dient sie der Kraftübertragung zwischen Zylinderkopf und Kurbelgehäuse und übt innerhalb des Systems einen entscheidenden Einfluss auf die Kraftverteilung aus.
Die Zylinderkopfdichtung wird kurz auch Kopfdichtung genannt. Sie muss hohen thermischen und mechanischen Belastungen standhalten. Ihre Herstellung ist aufwändig und teuere Werkzeuge werden benötigt.
Die Dichtung besteht entweder aus einem Trägerblech oder einem Metallgitter, das ein eine hitzebeständige Kunststoffmasse eingebettet ist. Die Brennraumaussparungen sind eingebördelt.
An eine Zylinderkopfdichtung ergeben sich folgende Anforderungen:
Hohe Temperaturbeständigkeit. Im Brennraumbereich herrschen an der Dichtung Temperaturen von über 300° C.
Hohe Druckfestigkeit. Je nach Gemischbildungsverfahren wirkt bei wechselnden Belastungen eine Flächenpressung von etwa 5000 bis 20000 N/cm².
Hohe elastische Verformbarkeit (Rückfederung), auch bei wechselnden Temperaturen und großer Flächenpressung.
Gute Plastizität, um auch bei geringen Unebenheiten sicher abzudichten.
Geringe Setzneigung, die kein Nachziehen der Zylinderkopfschrauben innerhalb der vorgegebenen Laufleistung des Motors erfordert.
Hohe Kühlmittelbeständigkeit und Kühlmitteldichtheit.
Gute Ölbeständigkeit und Öldichtheit.
Korrosionsbeständigkeit
Klebefreiheit der Oberfläche. Im Reparaturfall muss die Dichtung problemlos ausgetauscht werden können.
Folgen und Auswirkungen einer defekten Zylinderkopfdichtung:
Einer der am meist verbreitesten Gründe für Motorschäden bei Pkw-Motoren ist eine defekte Zylinderkopfdichtung. Dies kann sich folgendermaßen auswirken:
Kühlwasser kann in den Verbrennungsraum gelangen. Dadurch kann der Motor durch Wasser blockiert werden (sog. Wasserschlag).
Verbrennungsgase, die in den Kühlwasser-Raum gelangen führen zu Dampfaustritt am Überdruckventil des Ausgleichsbehälters.
Motoröl gelangt in das Kühlwasser. Dadurch entstehen Ablagerungen im Wasserkreislauf, die irgendwann zu Schmierverlust und Lagerschäden führen können.
Verbrennungsgase des Motors gelangen an die Umgebungsluft, was zu Rauchentwicklung oder sogar zum Motorbrand führen kann.
Erkannt werden kann eine defekte Zylinderkopfdichtung vor allem durch Leistungsverlust des Motors, sowie durch Kühlmittel- oder Ölverlust.