![]() |
Lexikon > Teil 15BremssattelDer Bremssattel gehört zur Scheibenbremse. Er verspannt die Bremsbeläge über die Bremsscheibe. Bei mechanischer Betätigung werden die Beläge durch Hebel auf die Bremsscheibe gedrückt, bei hydraulischer Betätigung durch einen oder mehrere bewegliche Kolben.Betätigt der Fahrer die Bremse, wird über einen Kolben Hydraulikflüssigkeit durch die Bremsleitung in den Bremszylinder im Bremssattel gedrückt. Dadurch wird der Kolben in Richtung Bremsscheibe verschoben und die Beläge gegen die rotierende Scheibe gedrückt. Die Reibung zwischen Belag und Scheibe bremst das Rad ab, wodurch Bewegungsenergie entsteht, die in Wärme umgewandelt und über den Fahrtwind abgeführt wird. Ein Bremssattel wird normalerweise in der Herstellung gegossen. Man unterscheidet zwischen Festsattel, Schwimmsattel und Pendelsattel. Bei jeder hydraulischen Betätigung der Bremse kann durch das Anordnen mehrerer hydraulischer Kolben nebeneinander die Druckverteilung auf die Kontaktfläche von Belag und Scheibe verbessert werden. Die Seite des Bremsbelags, die zuerst mit der sich drehenden Bremsscheibe in Kontakt kommt, wird auflaufende Seite genannt. Die andere Seite wird ablaufende Seite genannt. Da durch die gegensätzliche Drehung auf der auflaufenden Seite ein höhere Widerstand entsteht, ist die Bremswirkung hier stärker. Daher kann ein Bremsbelag, der mit mehreren hydraulischen Kolben versehen ist, auf der auflaufenden Seite ein kleinerer Kolben verwendet werden, um eine gleichmäßige Abnutzung zu erreichen. Bremssattel sind generell an einer feststehenden Drehmomentstütze befestigt, die sich gegenüber dem Rad befindet.
|
|