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Lexikon > Teil 89ZahnriemenDer Zahnriemen ist eine Antriebsart. Wie bei einer Kette sind auf der Innenseite des Riemens Zähne aus Kunststoff oder Gummi angebracht. Diese greifen in ein Zahnrad. Der Zahnriemen vereinigt die Vorteile eines Keilriemens mit denen eines Kettenantriebs. Der Vorteil dabei ist, dass bei der Kraftübertragung kein Schlupf entsteht und der Umschlingungswinkel auf dem Zahnrad nicht so ist, wie bei Keilriemen oder Flachriemen. Weitere Vorteile sind seine Laufruhe, die Möglichkeit zum Einsatz höherer Drehzahlen, eine geringere Masse und der Wegfall der Schmierung. Dadurch stellt diese Antriebsart häufig eine Alternative zu Antriebsketten oder Steuerketten dar.Nachteilig sind allerdings eine geringere Temperaturbeständigkeit und eine kürzere Lebensdauer. Ein Zahnriemen bedarf eines regelmäßigen Wechsels, darf nicht genickt werden und nicht mit Schmierstoffen in Berührung kommen. Der Riemen wird mit einer geringen Vorspannung aufgelegt und benötigt daher meist keine Spannrolle. Allerdings muss er, um ein Ablaufen zu verhindern, auf beiden Seiten geführt werden. Weitere Eigenschaften eines Zahnriemens: Ein Zahnriemen benötigt eine erhöhte Zugfestigkeit, geringe Längendehnung, hohe Elastizität (Biegsamkeit) und Beständigkeit gegen Feuchtigkeit. Daher werden bei der Herstellung Kunststoffe verwendet, die Bestandteile aus Stahlcord oder Glasfasern beinhalten. Eine typische Anwendung eines Zahnriemens ist im Kraftfahrzeug der Antrieb der Nockenwelle von der Kurbelwelle in Viertaktmotoren. Die Nockenwelle steuert die Ventile und weist genau die halbe Drehzahl der Kurbelwelle auf. Daher ist es von großer Wichtigkeit, dass der Zahnriemen in dieser Phase keinen Schlupf bietet.
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