![]() |
Lexikon > Teil 27GetriebeölÄhnlich wie beim Motoröl, stellt auch ein Getriebe gewisse Anforderungen an das Getriebeöl.Fahrzeuge besitzen Schaltgetriebe, Automatikgetriebe, Verteilergetriebe oder Achsgetriebe. Die Viskosität von einem Getriebeöl ist ähnlich der von einem Motoröl. Das Getriebeöl unterscheidet sich lediglich durch eine höhere Kennziffer (beginnend mit 75) von einem Motoröl. Ein Getriebeöl für Schaltgetriebe der SAE-Klasse 75 hat annähernd die gleiche Viskosität wie ein Motoröl der Klasse „10W“. Dies bezieht sich auf eine Temperatur von jeweils 100°C. Getriebeöle besitzen die Klassen SAE 75 bis SAE 250. Die Viskositätsanforderung von Getriebeölen ist durch DIN 51511 und 51512 geregelt. Getriebeöle werden mit den Buchstaben GL (gear lubricant) und den Nummern 1 bis 5 bezeichnet. Die Nummern stellen die Belastbarkeit des Öls dar. GL-1 sind für Getriebe mit niedrigen Belastungen geeignet. GL-4 und GL-5 dagegen sind für hochbelastete Getriebe vorgesehen. Getriebeöle erfüllen den Zweck der Schmierung und Scherstabilität des Schmierstoffes, außerdem dient es als Verschleißschutz für Getriebekomponenten sowie als Dichtung, Temperaturkontrolle und Korrosionsschutz. Des Weiteren ist wichtig, dass das Getriebeöl unempfindlich gegenüber Metallen und mischbar mit anderen Schmierstoffen ist.
|
|