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Innenraumheizung
Eine Innenraumheizung hat den Zweck, dass der Innenraum eines Fahrzeugs auch bei niedrigen Temperaturen eine angenehme Temperatur aufweist.
Um die Fahrgastzelle zu heizen, wird das erwärmte Kühlmittel des Motors genutzt. Das Kühlmittel wird durch einen Wärmetauscher geleitet, der seine Wärme an die vorbeiströmende Luft abgibt. Die Lufttemperatur der Innenraumheizung kann luftseitig oder kühlmittelseitig gesteuert werden.
Bei der kühlmittelseitigen Temperatursteuerung strömt die gesamte Luft durch den Wärmetauscher. Die Temperatureinstellung erfolgt durch ein Ventil, das die Kühlflüssigkeitsmenge, die durch den Wärmetauscher fließt, verändert. Je höher der Anteil der Kühlflüssigkeit, die durch den Wärmetauscher fließt, umso mehr Wärme wird an die strömende Luft abgegeben.
Bei der luftseitigen Temperatursteuerung bewirkt eine stufenlos verstellbare Luftklappe eine Aufteilung des Luftstroms. Dabei fließt ein Teil der Luft durch einen Wärmetauscher und anschließend wieder mit dem anderen Teil der Luft vermischt. Je höher der Luftanteil ist, der durch den Lufttauscher strömt, umso höher ist die Temperatur am Luftaustritt. Die Kühlmittelmenge, die durch den Wärmetauscher fließt, bleibt davon unberührt.
Die Innenraumheizung ist nur bei laufendem Motor wirksam. Um allerdings bereits vor dem Wegfahren des Fahrzeugs eine angenehme Innentemperatur zu erreichen, gibt es in manchen Fahrzeugen eine Standheizung. Diese kann elektrisch oder mit einem Brenner betrieben werden. Der jeweils dazu notwendige Kraftstoff wird verbrannt. Die dadurch entstehende Wärme wird entweder direkt an die Innenluft übertragen oder über eine Elektropumpe an das Kühlwasser.
Eine Standheizung verbraucht im Vergleich zu einer im Betrieb genutzten Innenraumheizung jedoch deutlich mehr Kraftstoff.