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Lexikon > Teil 93ZündspuleDie Zündspule hat die Aufgabe, die für den Funkenüberschlag notwendige Zündenergie zu speichern und die Zündspannung zu erzeugen.Durch das Fließen des Primärstromes wird um die Primärwicklung ein Magnetfeld aufgebaut. Die im Magnetfeld gespeicherte magnetische Energie stellt die Zündenergie der Zündspule dar. Diese wird im Zündzeitpunkt in Form des Zündfunkens freigesetzt. Der Eisenkern ist aus Blechen zusammengesetzt. Auf dem Kern befinden sich die Sekundärwicklung und darüber die Primärwicklung. Je nach Ausführung der Zündspule hat die Primärwicklung 100 bis 500 Windungen und die Sekundärwicklung etwa 15.000 bis 30.000 Windungen. Primärwicklung und Sekundärwicklung haben einen gemeinsamen Wicklungsanschluss. Die Widerstandswerte der Zündspulen betragen, je nach Ausführungsart, für die Primärwicklung 0,4 bis 0,8 kΩ und für die Sekundärwicklung 6 bis 10 kΩ. Die Primärstromstärken haben Werte zwischen 8 und 12 A und können während des Startens des Motors bis 20 A ansteigen. Das Hauptmerkmal einer Kunststoff-Zündspule ist der in und um den Kunststoff-Spulenkörper angeordnete Eisenkern. Einige Ausführungen haben einen im Eisenkern vorhandenen Dauermagneten. Dieser soll den Abbau des Magnetfeldes der Primärwicklung beschleunigen. Dadurch wird sekundärseitig eine höhere Zündspannung erzeugt. Der Zündverteiler hat die Aufgabe, die Zündspannung entsprechend der Zündfolge des Motors an die Zündkerze zu leiten. Zündverteiler werden bei Mehrzylindermotoren mit nur einer Zündspule benötigt.
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