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Lexikon > Teil 91ZündkerzeDie Zündkerze leitet die Zündspannung der Zündspule in den Zylinder. Die Zündspannung erzeugt zwischen den Elektroden den Zündfunken und startet somit den Verbrennungsvorgang.Um zu geringe Zündspannungen und Fehlzündungen können durch Kriechströme verursacht werden. Um dies zu vermeiden gibt es so genannte Kriechstrombarrieren. Sie haben die Aufgabe, Kriechströme zur Fahrzeugmasse zu vermeiden. Funktion einer ZündkerzeBesonders entscheidend für den störungsfreien Betrieb sind der Elektrodenabstand und der Wärmewert einer Zündkerze.Ein zu großer Elektrodenabstand erfordert eine hohe Zündenergie, verursacht dafür aber einen langen und kräftigen Zündfunken. Je nach Herstellerangabe sollte der Elektrodenabstand etwa 0,7 mm betragen. Ist der Elektrodenabstand falsch eingestellt, können bei Verschmutzung oder Abnutzung der Kerze Zündaussetzer auftreten. Zudem ist die Zündspannungsreserve gering. Neben dem korrekt eingestellten Elektrodenabstand ist der Wärmewert einer Zündkerze zu beachten. Der Wärmewert ist ein Maß für die thermische Belastbarkeit. Die Temperatur des Isolatorfußes sollte zwischen der Selbstreinigungstemperatur (ca. 400°C) und der Glühzündungstemperatur (über 900°C) liegen. Ist die Temperatur zu hoch, besteht oberhalb der Glühzündungstemperatur die Gefahr der Glühzündung. Dadurch kann es zu einer klopfenden Verbrennung kommen. Liegt die Temperatur dagegen unterhalb der Selbstreinigungstemperatur, so kann die die Zündkerze Verschmutzungen nicht von selbst weg brennen. Dadurch kann die Bildung des Zündfunkens beeinträchtigt werden, was wiederum zu Fehlzündungen führen kann. Während des Betriebs verschleißen die Elektroden allmählich. Daher muss die Zündkerze regelmäßig gewechselt werden.
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