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Stoßdämpfer
Ein Stoßdämpfer ist ein Schwingungsdämpfer, der bei Fahrzeugen dazu dient, die Schwingungen der ungefederten Massen zu unterdrücken bzw. schnell ablinken zu lassen. Er dient allerdings nicht dazu, Stöße abzufangen, die durch Fahrbahnunebenheiten auf das Fahrzeug wirken. Diese Stöße fängt die Federung ab.
Ein Stoßdämpfer hat folgende Aufgaben:
Die von der Fahrbahn verursachten Schwingungen des Rades und der Achse schnell zum Abklingen zu bringen und
Ein Aufschaukeln und langes Nachschwingen des Fahrzeugaufbaus zu verhindern.
Schwingungen der gefederten und der ungefederten Massen wirken sich nachteilig auf den Fahrkomfort und die Fahrsicherheit aus.
Auswirkungen auf den Fahrkomfort:
Gesundheitliche Belastung des menschlichen Körpers durch kurze Schwingungen (Rüttelbewegungen),
Körperliches Unwohlsein durch langes Nachschwingen des Fahrzeugaufbaus bei Bodenwellen.
Auswirkungen auf die Fahrsicherheit:
Verringerung der Bodenhaftung der Räder (Lenkunsicherheit, Antriebsunsicherheit)
Ausbrechen des Fahrzeugs während des Bremens und der Kurvenfahrt
Die Schwingungen der einzelnen Massen können durch aufeinander folgende Bodenwellen so verstärkt werden, dass die Räder auf der Fahrbahn springen und der Aufbau zu immer größeren Schwingungen aufgeschaukelt wird. Um dies zu verhindern, werden Stoßdämpfer eingebaut.
Funktionsweise von Stoßdämpfern:
In einem Stoßdämpfer bewegt sich ein Kolben mit Bohrungen und Ventilen (Drosselstellen) in einem Arbeitsraum, der mit Hydrauliköl gefüllt ist. Die Bewegungen der schwingenden Massen des Fahrzeugaufbaus werden über eine Kolbenstange auf den Kolben übertragen. Gleichzeitig bewegt sich auch der mit den Achsen verbundene Arbeitszylinder. Diese Bewegungen pressen das Hydrauliköl durch die Drosselstellen des Kolbens bzw. Bodenventils. Je nach Bewegungsrichtung der Kolbenstange wird zwischen Zugstufe und Druckstufe unterschieden.
In der Zugstufe (Ausfedern des Fahrzeugs) wird der Stoßdämpfer auseinander gezogen.
In der Druckstufe (Einfedern des Fahrzeugs) wird der Stoßdämpfer zusammen geschoben. Durch den Strömungswiderstand des Öls an den Drosselstellen des Kolbens entsteht durch Reibung zwischen den Ölmolekülen und besonders an den Wandungen und Ventilen des Stoßdämpfers eine Dämpfungskraft. Stoßdämpfer wandeln den größten Teil der Bewegungsenergie in Wärmeenergie um.