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Lexikon > Teil 11Bremsbelag/BremsbelägeEin Bremsbelag besteht aus einem Werkstoff, der durch Reibung an einer Bremstrommel oder Bremsscheibe die Bewegungsenergie des Fahrzeugs in Wärme umwandelt. In der Umgangssprache werden Bremsbeläge oftmals als Bremsklotz bezeichnet.Wegen der hohen Belastungen und der hohen Temperaturen bestehen die Beläge aus Petrolkoks, Metall, Bindemittel, teilweise aus organischen Stoffen, wärmebeständigen Werkstoffen (z.B. Schiefer-, Graphitmehl, Metallpulver) und Kunstharzbindestoffen. Zur Erhöhung der Festigkeit und Wärmeleitung enthalten die Bremsbeläge Metallgeflechte aus Kupfer-Zink-Legierungen oder sie werden zusammengepresst bzw. gesintert. Beläge für Luxus- und Sportwagen bestehen zudem manchmal aus Kohlenstoff verstärktem Siliciumcarbid. Bremsbeläge sind entweder auf die Bremsbacken geklebt oder genietet. Geklebte Beläge müssen zusammen mit den Bremsbacken ausgetauscht werden. Die Bremswirkung von Bremsbelägen:Bremstrommel und Belag bilden zusammen eine Reibpaarung, deren Reibungszahl µ zwischen 0,3 und 0,5 liegt. Zu geringe Reibungszahlen verringern die Bremswirkung, zu hohe Reibungszahlen vergrößern den Verschleiß. Eine gleich bleibende Reibungszahl ist erwünscht.Bremsbeläge entfalten ihre volle Bremswirkung erst nach einer gewissen Einfahrzeit. Dabei passt sich die Oberfläche des Belags an die Oberfläche der Bremstrommel bzw. Bremsscheibe an. Erst danach entsteht eine optimale Verbindung zwischen Belag und Scheibe bzw. Trommel, die eine optimale Verzögerung ermöglicht. Abgefahrene Bremsklötze stellen eine große Gefahr dar für das Fahrzeug und seine Insassen. Seit den siebziger Jahren gibt es ein Messverfahren, das den Widerstand auf dem Bremsbelag darstellt. Der gemessene Widerstand geht ungefähr gleichmäßig mit dem noch vorhandenen Belag auf den Bremsen zurück. Ist an einem Bremsbelag ein gewisses Mindestmaß an Abnutzung unterschritten, wird ein Warnkontakt ausgelöst und dem Fahrer wird eine Warnanzeige für die Bremsen am Armaturenbrett angezeigt.
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